Heinz Chaouli, gelernter Tischler und Musiker stammt aus Westfalen und ist 1989 nach Darmstadt gezogen. Sein künstlerisches Betätigungsfeld beinhaltete vor allem musikalische Projekte. Er vertonte deutsche Gedichte und Texte von Kästner, Rilke, Heine und anderen Dichtern und veranstaltete Konzerte; er spielt Gitarre und singt. Zur bildenden Kunst ist er insbesondere durch die Faszination für das Informell gekommen, einer abstrakten Kunstrichtung der 1950er Jahre, die sich vor allem in Frankreich ausbreitete. Hans Hartung, Karl Otto Götz oder einige Vertreter dieser Kunstgattung, haben es Heinz Chaouli besonders angetan und ihn zu eigenen Kreationen inspiriert.

Yasmin Chaouli, von ihrem Mann Jermaine genannt, Deutsch-Iranerin, lebt seit 1996 in Darmstadt und war viele Jahre Museumspädagogin am Hessischen Landesmuseum. Ihr Interesse für Sprache, Kunst und Handwerk, gepaart mit Organisationgeschick und handwerklichem Können zeichnen sie aus. Sie selbst sah ihre Aufgaben eher in einem sozial-pädagogischen Kontext und stellte sich als Künstlerin nicht in den Vordergrund.

Nachdem die vier Söhne von Heinz und Yasmin Chaouli im Jahr 2014 das Haus verlassen hatten, gab es mehr Raum und Zeit für das gemeinsame künstlerische Schaffen des Paares. Die geräumige Altbauwohnung in Darmstadt-Bessungen, wo die Familie seit vielen Jahren lebt, bot Platz für die Einrichtung eines Ateliers und bereicherte ihr Leben mit einem neuen Schwerpunkt.

Das Paar arbeitet mit Acrylfarben und Ölfarben auf Papier oder Leinwand, die Werke entstehen manchmal gemeinsam und jeder einzelne arbeitet auch für sich. Gelungene Arbeiten werden von Heinz Chaouli durch einen handgefertigten Schattenfugenrahmen aus Massivholz vollendet. Er benutzt unterschiedliche Holzarten wie beispielsweise Ahorn, Birne, Kirsche, Nussbaum, Buche. Auf Wunsch können diese farbig lackiert werden.

 

Das Leben ist Farbe, Licht und Zufall